Bitteres Ende in Tonndorf – SVG gibt Führung aus der Hand
Nach dem unglücklichen 4:4 in Wickerstedt stand für unsere Erste mit dem Auswärtsspiel beim SV 70 Tonndorf direkt der nächste echte Gradmesser auf dem Programm. Die Gastgeber verfügen über eine junge und spielstarke Mannschaft, die in dieser Saison sicherlich im oberen Tabellenbereich mitmischen wird.
Trotz eines aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Ausfälle sehr dünn besetzten Kaders erwischten wir einen richtig guten Start. Von Beginn an waren wir im Spiel, erspielten uns Möglichkeiten und belohnten uns dafür auch. Nach rund 20 Minuten stand eine 2:0-Führung für den SVG auf der Anzeigetafel – die Weichen für einen erfolgreichen Nachmittag schienen zunächst gestellt.
Doch Tonndorf antwortete prompt und verkürzte bereits in der 22. Minute auf 1:2. Davon ließen wir uns zunächst überhaupt nicht beeindrucken: Nur vier Minuten später stellten wir den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her und gingen mit 3:1 in Führung.
Wie schon in der Vorwoche in Wickerstedt zeigte sich allerdings auch diesmal ein bekanntes Bild: Spielerisch gelang uns vieles, wir kamen immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor – ließen aber erneut zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Einerseits ärgerlich, andererseits auch ein Zeichen dafür, dass wir uns mittlerweile regelmäßig eine Vielzahl an Torchancen herausspielen.
In der 34. Minute kam Tonndorf erneut heran und verkürzte auf 2:3. Mit dieser knappen Führung ging es schließlich in die Kabinen. Zur Pause mussten wir zudem verletzungsbedingt wechseln: Dave Lange konnte nicht weitermachen, für ihn kam Kevin Scharf in die Partie.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offene Begegnung. Tonndorf blieb dran und kam schließlich durch den eingewechselten Steve Kellner zum 3:3-Ausgleich. An dieser Stelle darf man durchaus einmal den Hut ziehen: Kellner zeigt auch im fortgeschrittenen Fußballeralter weiterhin, auf welchem Niveau er spielen kann. Das macht auch als Gegner Spaß anzusehen.
Alles deutete nun auf eine Punkteteilung hin – doch wie schon eine Woche zuvor sollte die Nachspielzeit für uns besonders bitter werden. Nach einem Zweikampf unseres Coaches entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Tonndorf. Viel zu diskutieren gab es dabei auch aus unserer Sicht nicht. Eine unglückliche Situation, ohne große Absicht, aber eben ein Foul.
Tonndorf nutzte die Gelegenheit und erzielte praktisch mit dem Schlusspunkt das 4:3. Unsere anschließende Ecke brachte nichts mehr ein.
Damit stehen wir zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mit dem Gefühl da, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Nach dem 4:4 in Wickerstedt und dem 3:4 in Tonndorf haben wir in zwei Spielen vier Punkte liegen gelassen. Das ist bitter – gerade wenn man sich anschaut, was diese vier Punkte für die Tabelle bedeutet hätten.
Trotzdem überwiegt auch eine wichtige Erkenntnis: Der eingeschlagene Weg stimmt. Wir erspielen uns Chancen, erzielen Tore und können auch gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich mehr als nur mithalten. Jetzt müssen wir lernen, solche Spiele konsequenter zu Ende zu bringen und uns für den betriebenen Aufwand auch mit
Punkten zu belohnen.
Weiter geht’s!
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